Gestern war ich mit einer ganzen Gruppe von MBA Kommilitonen in der Innenstadt. Zuerst ging es zum Food Court, wo mal wieder die asisatischen Köstlichkeiten ausprobiert wurden. Ich war schon total fasziniert, dachte ich doch immer dass Völlerei eine westliche Unart ist. Nicht dass ich es wirklich schlimm finde, aber es war nahezu umheimlich mit anzusehen, wie es der eine oder andere Singapurianer schafft VIER komplete Mahlzeiten zu verdrücken, während ich nach meiner Portion Hähnchen süß-sauer (mir war gestern nicht nach experimentieren) schon gut bedient war. Im Anschluss ging es dann noch zu Ben & Jerry’s. Für die, die es nicht kennen: Das beste Eis der Welt!!! Und selbst da schafften es die zierlichen Asisaten noch bis zu 3 Kugeln Eis zu verdrücken.
Hier ein paar Bilder:
Nun, dies sollte sich rächen. Denn die besagten Singapurianer knickten dann ab, als wir noch Richtung Harbour Front gefahren sind. Nur Alice hat tapfer durchgehalten.
Dort sind wir dann in der „Bortzeit“ gelandet und haben mal wieder über kulturelle Unterschiede und Wahrnehmungen geblubbert und uns bei Paulaner kräftig amüsiert. Dazu trug auch zu genüge bei, zu sehen wie Shane mit Apfelschorle, Howard mit Radler und Alice mit Bananen-Weizen zu neuen kulinarische Horizonten aufbrachen.
Im Anschluss stürtzen wir uns dann in eine Disco, was für mich die erste Zappelbuden-Erfahrung in Singapur werden sollte. Ich war noch nie überzeugt von diesen Hüpfburgen für Große und ehrlich gesagt ist es in Singapur auch nicht besser. Die Musik war ein Mix aus Techno und Salsa, doch war der DJ leider nicht in der Lage ein Lied länger als 2 Minuten zu spielen. Das Bier kostete $13 (ca. 6€) und war damit für meinen Geschmack selbst für Singapur viel zu teuer. Der Schuppen war zudem komplett überlaufen. Gut, also eigentlich nicht viel anders als in Deutschland. Die größte Unterschiede jedoch: ich konnte jeden auf den Kopf gucken, selbst die Türsteher waren 2 Köpfe kleiner und 20 kg leichter als ich und leichte Mädchen schmissen sich mal wieder für wenig Geld an die hässlichsten (=verzweifelsten=zahlungswilligsten) Europäer ran.
Den Abschluss bildete dann ein peinliche Lage. Wir fanden uns plötzlich in der ersten Reihe vor eine Bühne wieder, auf der dann eine Live-Band auftrat und „Tequila o Mambo“ sang. Wie ich mir das dann so anguckte und auch Versuche unternahm dazu ein wenig zu zappeln, wurde mir auf einmal ein Mirko von der Sängerin vor den Mund gehalten. 2000 Menschen guckten mich auf einmal an, mein Puls raste und… ich wusste natürlich nicht, was ich in dem Moment sagen / „singen“ sollte. Tja, wie ich dann erfuhr war eine „Tequilla“-Einlage von mir gefordert. Nun ja,… auch die nächtse „Deutschland sucht den Superstar“-Staffel wird ohne mich statt finden.