Am Freitag war mal Pause vom Lernen angesagt. Die Paukerei wurde durch Party ausgetauscht. Erste Anlaufstelle war dann Richards und Inas (auch MIBSe) Apartment. Zu dumm, dass wir uns verlaufen haben und erst einmal rund ums Condo laufen mussten, bis wir endlich am Eingang angekommen waren. Für meine beiden ostdeutschen Mitbewohner Kati und Franzi war das aber glaube ich eine ziemlich schmerzhafte Erinnerung: Überall Mauern und man kommt einfach nirgends drüber. ;)
Nun ja, einmal angekommen, trafen wir dann auch auf den Rest der Partytruppe: Richard, Ina, Kati, Franzi (hab ich ja schon vorgestellt), Yves (Schweizer), Tomacz und Emma (Slowenien), Howard (USA) und Matthias (Deutscher). Bei kräftig Bier und Whisky-Cola mit Limette (solltet ihr mal probieren!) und alle erdenklichen Kompositionen, die das Schnapsregal zu ließen, haben wir dann vorgeglüht. Nach dem ich mich dann eigentlich schon an Erdnüssen und Chips satt gefuttert hatte ging es weiter zu einem indischen Restaurant. Ich bin mal wieder nicht an Nan (indisches Brot), Chicken Masalla, Butter Chicken und anderen komisch aussehenden aber leckeren Köstlichkeiten vorbei gekommen. Muss ich an dieser Stelle erwähnen, dass ich schon reichlich angetrunken war? Nun ja, das Bier zum Essen hat den Pegel dann auch gut gehalten.
Dann gings via Taxi zur Orchard Road. Die habe ich glaube ich schon mal beschrieben. Tagsüber ist dies DIE Shopping-Meile Singapurs und somit ein Traum für (fast) jede Frau. Abends dann bieten jede Menge Bars, Restaurants und Clubs der konsumfreudigen Masse Vergnügen.
Für uns ging es in eine Karaoke-Bar. Ich hab’s ja immer ein wenig für ein Gerücht gehalten, aber Asiaten scheinen wirklich total darauf abzugehen. Die Nummerierung der meist kleinen und intimen Trällerkammern ging bis 86. Und in jede die ich geschaut habe, hingen mindestens 6 Leute am Mikrofon. Na ja, kann auch sein, dass ich zu dem Zeitpunkt schon doppelt gesehen habe.
Statt einer kleinen Butze, haben wir einen VIP-Raum reserviert. Wir waren ja 10 Leute. Bei Whisky (diesmal leider ohne Limette), Gin und Bier ging die Party dann richtig los. Zu Backstreet Boys, Madonna, Take That, Mamas and Papas, Cher und vielen anderen grölten und trällerten wir dann was die Stimmbänder hergaben. Meine Paradedisziplin war natürlich ein gekonnt inszeniertes Cover von Bon Jovis „Bed of Roses“. Ich glaub ich war nicht schlecht, nur meine Gesangstimme bleibt schlechter als die einer heiseren, in den Schwanz gebissenen Katze. Immerhin, diesmal haben keine Ohren geblutet.
Ich würde euch noch gerne mehr erzählen, aber ehrlich gesagt, kann ich mich an Detail nicht mehr wirklich erinnern. Ich weiß nur, dass ich Kati dann im Taxi zur Sau gemacht habe, weil sie zugelassen hat, dass ich mich so betrunken konnte. ;)
Ich hoffe die Bilder erzählen noch mehr.
Erstaunlicher Weise bin ich am nächsten Morgen ohne Kopfschmerzen aufgewacht. Die anschließende Vorlesung in Rechnungswesen war betrunken dann auch nur halb zu schlimm….
Sonntag, 10. Februar 2008
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