Frohe Ostern und dicke Eier.
Oder auch: „Jammer nicht rum. Stell dir vor, Jesus hätte damals gesagt: „Boah, ey, nee, lass mal, auf Kreuzigung hab ich jetzt auch nicht so richtig Bock“, dann wäre Ostern heute auch kein Feiertag.
Nun, ich danke Jesus, dass er mir zumindest einen freien Ostertag beschert hat. Denn in Singapur wird nur der Karfreitag (Good Friday) zelebrierte.
Kurzerhand ging an dann nach Bintan, einer Insel südlich von Singapur und schon zu Indonesien gehörend. Neben mir waren dann auch Freitag Mittag Kati, Janine, Chris und 2.000.000 Singapurianer an Bord unseres kleines, aber recht modernen Schiffes, das uns binnen 50 Minuten an unseren Ferienort brachte. Nun, wir sind dann zu unserer Überraschung nicht wirklich in dem Hafen angekommen, der auf unserem Ticket stand, aber so haben wir eben eine andere nette Seite Bintans kennengelernt: die, die von Ferienresorts überhäuft ist.
Wir hatten uns aber entschieden nicht in einem Club das Wochenende zu verbringen und weg von dem Mainstream zu bleiben. Unsere einstündige Taxifahrt führte uns also einmal quer vom Westen in den Osten der Insel. Klar, hier fühlte sich meine Encontrage aus Dunkeldeutschland sicherlich auch wohler. ;)
Schließlich landeten wir in einem netten kleines Hotel, dessen Hotelzimmer auf Stegen ins Meer gebaut wurden. Dazu klares Wasser, hellblauer Himmel und am Horizont ein Dutzend kleine Inseln. Das Baden direkt am Hotel haben wir uns aber schnell abgeschminkt, denn ratet mal wo die Abwasserleitungen hinliefen!? GENAU!
Bei Shrimps, Nasi Goreng und Bier haben wir dann einen netten Abend mit herrlicher Aussicht, Billard und Gesprächen verbracht. Ach, dabei haben wir auch drei Norweger zugetextet.
Am nächsten Tag wollten wir dann aber weiter reisen. Denn welcher Backpacker bleibt schon 2 Tage an einem Ort. Schnell war dann auch das nächste Hotel gefunden und ein Fahrer der uns nach und nach per Mofa ins 2 Minuten entfernte Nachbarhotel übersetzte. Gut, dass mein Rucksack extra für solche langen Märsche / Fahrten gepolstert ist! :D
Als nächstes lockte uns eine der am Horizont liegenden Inseln. Nach kurzer Organisierung hatten wir schließlich Fressboxen, Schnorchel, Taucherbrille, Flossen, Handtuch und ein Boot, das uns in rasanter Fahrt auf einer der Inseln aussetzte. Was folgte war paradisisch. Eine Insel ganz für uns allein. So tanzten wir nackig über den Strand und…. NEIN! Ein wenig Anstand haben uns unsere Muttis ja mitgegeben. ;)
Die Rückfahrt am Abend gestaltete sich dann doch recht abenteuerlich. Erinnert ihr euch an Familie Wallert? Das ist die nette deutsche Gastfamilie, die knapp ein Jahr bei Guerillia-Kriegern ausharrte und anschließend von Talkshow zu Talkshow zu rennen. Nun, wir machten uns also wieder auf den Weg zu unserem Hotel – wieder per Boot. Doch statt direkt dort hinzufahren, fuhr uns der nette Indonese weiter und weiter und weiter von unserem Hotel weg. Auf mehrmaliges Fragen, ob wir denn wirklich ins Hotel „Nostalgia“ fahren wurde nur mit einem 3-zähnigen Lächeln geantwortet. Mit Pipi in Augen saßen wir also da und berateten, wie denn wohl die diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Indonesien sein würden. Gerade als wir uns darauf einigten, dass wir wohl dem Tod geweiht seien, legte der Kutter an und ein Taxi brachte uns per Landfahrt in unser Hotel. Der banale Grund für den Umweg: Ebbe!
Trotz Lichtschutzfaktor 20 und 10 maligem Eincremen, sahen wir am Abend dann aus wie Krebse. Unseren Hunger konnte es aber lange nicht stillen. Und daher gab’s…ja genau….Schrimps und Nasi Goreng. Sorry, aber was würdet ihr in Indonesien essen!?
Sonntag war dann schon wieder Abreisetag. Einen Kick wollten wir uns aber noch geben und ließen uns zurück in die Nähe des Fähranlegers zu einer Go-Kart-Bahn bringen. Zu meiner Überraschung waren die Karts wirklich super und so jagten wir uns Runde für Runde von Kurve zu Kurve. Klarer Sieger: Janine! Und das trotz rosa Helms!!!
Im Anschluss gerieten wir in dem Alptraum jeden Backpackers: CLUBURLAUB!!! Wir wollten eigentlich noch Quad fahren gehen und fanden uns gefangen in einem Resort wieder. Die Quads waren selbstverständlich ausgebucht und so standen wir auf einmal doch zwischen all den bösen, bösen Cluburlaubern. Nun ja, einmal dort gefangen machten wir schließlich das beste daraus und genossen den restlich Tag bis zum Ablegen unserer Fähre am piniebel gepflegten Privatstrand des Hotels, genossen ein exqusites Essen im Hotelrestaurant und fuhren dann mit dem Shuttlebus zum Fähranleger. Alles, ohne aufzufallen….
Und so endete unsere Reise je um 22.15 Uhr zurück in Singapur.
Hier wie immer ein paar Schnappschüsse. Die meisten vom Fototalent Kati.
Montag, 24. März 2008
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1 Kommentar:
Man, bin ich neidisch! Indonesien für ein Wochenende. Ich mag euch nicht mehr!:-)
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