Am Sonntag war ich mit Tim, einem Bayer-Klassenkameraden/-Kollegen/MIBS/Kumpel abends etwas essen. Schon ein Zufall, dass Tim auch just auf die Ecke versetzt wurde, wo ich meinen Austausch mache. Aber natuerlich ein toller Zufall.
Zunaechst muss ich ja mal los werden, wo wir denn am Sonntag essen waren. Es sollte eine Ueberraschung werden und die ist auch gelungen. Denn nach einer Weile Fahrt fand ich mich vor einem vegetarischen Asiarestaurant wieder. Man bemerke, dass ich Asien seit nicht mal 24 Std verlassen hatte. Aber es war tatsaechlich sehr lecker und mit Sicherheit besser, als so manch ein „authentisches“ Restaurant in Asien.
So, aber eigentlich will ich ja auf was anderes hinaus....Tim ist Wahlkampfhelfer fuer Barack Obama und hat mich auf der Rueckfahrt vom Essen in das „Geheimnis“ eingeweiht, dass jener Praesidentschaftskandidat am Mittwoch nach Raleigh in North Carolina kommen wuerde. Meine Plaene mich um einen North Carolina Fuehrerschein zu kuemmern (Gruende werden in einem spaeteren Artikel erlaeutert) wurde somit nach hinten geschoben fuer den Mitwoch und ich machte mich morgens auf ins 12 Meilen entfernte Raleigh. Zu meiner Ueberraschung hab ich alles auch dirket gefunden – na ja, bis auf einen Parkplatz. Da der Ami vor Bezahlparkplaetzen zurueckzuschrecken scheint (muss der Gotteslaesterung gleichen), habe ich mich bequem auf einen solchen stellen koennen, waehrend alle anderen fleissig weiter ihre Haelse verraengten auf der Suche nach einer Parkbucht. Nach 10 min Fussmarsch fand ich mich dann auch vor der Mall wieder, in der die Rede von Barack Obama stattfinden sollte. Artig wie ich nun mal aufgrund meiner herausstechenden Erziehung bin (Hallo Mutter, hallo Vadder) stelle ich mich hinten in der Schlange an. Nun, das Ende der Schlange war gar nicht so einfach zu finden. Als ich es erreichte, konnte ich schon fast wieder meinen Leihwagen streicheln.
Tim bin ich auf dem Weg auch begegnet als er lauter wildfremde Menschen fragte, ob sie denn schon gewaehlt haetten (das geht naemlich in vielen Staaten schon frueher). Bei unserer zweiten Begegnung haette er mich dann FAST auch gefragt. Ich sah ihn schon anfangen seinen Text abzuspulen. Egal, als die Gruppe schwarzer Frauen in mitten derer ich mich befand mich anschliessend nach der Sprache unserer Unterhaltung fragten und sie herausfanden, dass ich Deutscher bin, waren die nicht mehr einzukriegen. Wie Brummer um den frischen Dutt wirbelten sie dann um mich und schrien umher vor Begeisterung. Auch keine Scheu davor ihren Freundinnen, die 50 Meter weiter vorne in der Schlange standen mitzuteilen das ich „aaaaaallllllllll the way from Germany“ gekommen bin NUR um Barack Obama live zu sehen. Diese Misinterpretation mag an meinem schlechten Englisch liegen, aber ich fand es suess sie in dem Glauben zu lassen. Nun, die uebrigen 50 min Wartezeit verbrachte ich nun also damit saemtliche Fragen ueber Deutschland, dessen Geschichte und Meinung ueber Barack Obama zu beantworten.
Drinnen angekommen konnte ich mich dann von meinen neuen Freunden loesen und musste auch gar nicht lange warten bis „The next president of the United States“ (so die Ankuendigung“ 100 Meter von mir weg die Buehne betrat und die letzten Zweifler versuchte zu ueberstimmen und ein wenig ueber McCain zu laestern.
Sogar eins dieser tollen Pappschilder ergattert, wo „Obama / Biden“ draufsteht und die immer im Fernsehen unter der Menschenmasse zu finden sind.
Fotos gibt’s leider noch keine, da meine Digitalkamera noch immer kaputt ist, aber das aendert sich jetzt, weil ich jetzt losfahre und eine kaufe. Ha! Nichtsdestotrotz (schreibt man das zusammen? Ich heute schon) habe ich ein Video bei YouTube gefunden, dass einen Ausschnitt aus seiner Rede zeigt. Einer von denen die „Obama“ oder „That ain’t right“ gegroelt haben war also ich! ☺
PS: „We want change! We want change!“
Donnerstag, 30. Oktober 2008
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