Freitag, 25. April 2008

Ich bin jetzt hipp…


…oder laufe ich doch einfach nur anderen hinterher? Auf jeden Fall kam in den letzten Tages eins zum Anderen. Mein Laptop gibt immer mehr den Geist auf (ein Arbeiten damit ist zum Krampf geworden), Kati hat sich ein Apple Laptop (Macbook) bestellt, ich bin gestern an einem Apple-Laden vorbei gelaufen und habe 45 min mit dem Macbook gespielt, Franzi hat sich gestern eins bestellt, welches heute dann geliefert wurde und ich hab gerade die Bestellung online abgeschlossen. In der nächsten Woche erhalte ich nun also mein neues Laptop.
Alles spricht eigentlich dafür, dass es die richtige Entscheidung war:
· Studentenrabatt
· Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis am Markt
· Tolles Aussehen
· Apple Leopard statt Mircosoft Vista (man hört ja überhaupt nichts gutes)
· Guter Umrechnungskurs Euro-Singapur Dollar
· Sehr gute Testergebnisse
· Hülle aus Bayer Materialien (Makrolon rulez!!)
· blablabla

Doch ein fader Beigeschmack bleibt bei einer Kaufsumme von knapp unter 1.000€ doch zurück. Das wird sich dann hoffentlich mit den Tagen geben und erst recht einstellen, wenn dann der Laptop eintrifft.

Mein nächster Blogeintrag über einen Trip nach Hongkong dann also ab 06. Mai hier...

Samstag, 19. April 2008

Balestier Khalsa vs Super Reds

Neulich erhielt ich eine Email mit dem Angebot mir Freikarten für ein Fußballspiel abzuholen. Lange musste Chris und ich nicht überlegen und holten uns die Karten ab. War ja auch schließlich umsonst.
Am Freitag ging es dann also zum großes Match der Balestier Khalsa (drittletzter der Liga) gegen die Super Reds (3. der Liga) im National Stadion von Singapur.
Im Stadion angekommen, verlangte es uns nach einer Stadionwurst und einem Bier. Eben ganz wie in Deutschland. Nun ja, die gewünschte Bratwurst war dann allerdings eine Hähnchen-Wiener in nem wabbeligen Brötchen und war kalt. Bier gab dann aber tatsächlich und so machten wir uns freudig auf zum „Tiger Beer“-Stand. Nach dem Kauf wurden wir dann aber sofort bei Verlassen des Standes zurückgepfiffen. Das Bier durfte nämlich nur in dem ca. 6 m² großen, abgesperrten Bereich getrunken werden… An dieser Stelle mal kein politisches Urteil von mir…
Als wir uns dann unsere Plätze gefunden hatten, merkte wir schnell warum ausgerechnet dort niemand anderes sitzen wollte. Vor uns grölte eine komische Gestalt mit Minipli, roter Klitzerweste und farblich abgestimmter Brille mit Mikro vor uns und versuchte das Publikum für die Super Reds zu begeistern. Leider verstand man jedoch (wie zumeist wenn ein Mikrofon benutzt wird) nichts. Dagegen konterten dann ein Duzend Cheerleader der Balestier Khalsa mit jedoch nicht wirklich motivierten Sprechchören. „Go Tiger, score a goal“ wurde jedoch 45 Minuten lang monoton wiederholt und führte dann auch in der 20. Minuten zum ersten Treffer für ihre Elf.
Ansonsten war das Spiel zu unserer Überraschung recht gut anzuschauen. Technisch waren die meisten Spieler nicht allzu schlecht, doch die sture Defensive der Balestier Khlasa ließ erst in der 77. Minuten den zweiten Treffer zum 1:1 zu. Das Spiel endete dann auch mit demselbigen Spielstand.


Samstag, 12. April 2008

Ich war mal wieder unterwegs...

Gestern war ich mit einer ganzen Gruppe von MBA Kommilitonen in der Innenstadt. Zuerst ging es zum Food Court, wo mal wieder die asisatischen Köstlichkeiten ausprobiert wurden. Ich war schon total fasziniert, dachte ich doch immer dass Völlerei eine westliche Unart ist. Nicht dass ich es wirklich schlimm finde, aber es war nahezu umheimlich mit anzusehen, wie es der eine oder andere Singapurianer schafft VIER komplete Mahlzeiten zu verdrücken, während ich nach meiner Portion Hähnchen süß-sauer (mir war gestern nicht nach experimentieren) schon gut bedient war. Im Anschluss ging es dann noch zu Ben & Jerry’s. Für die, die es nicht kennen: Das beste Eis der Welt!!! Und selbst da schafften es die zierlichen Asisaten noch bis zu 3 Kugeln Eis zu verdrücken.

Hier ein paar Bilder:



Nun, dies sollte sich rächen. Denn die besagten Singapurianer knickten dann ab, als wir noch Richtung Harbour Front gefahren sind. Nur Alice hat tapfer durchgehalten.
Dort sind wir dann in der „Bortzeit“ gelandet und haben mal wieder über kulturelle Unterschiede und Wahrnehmungen geblubbert und uns bei Paulaner kräftig amüsiert. Dazu trug auch zu genüge bei, zu sehen wie Shane mit Apfelschorle, Howard mit Radler und Alice mit Bananen-Weizen zu neuen kulinarische Horizonten aufbrachen.
Im Anschluss stürtzen wir uns dann in eine Disco, was für mich die erste Zappelbuden-Erfahrung in Singapur werden sollte. Ich war noch nie überzeugt von diesen Hüpfburgen für Große und ehrlich gesagt ist es in Singapur auch nicht besser. Die Musik war ein Mix aus Techno und Salsa, doch war der DJ leider nicht in der Lage ein Lied länger als 2 Minuten zu spielen. Das Bier kostete $13 (ca. 6€) und war damit für meinen Geschmack selbst für Singapur viel zu teuer. Der Schuppen war zudem komplett überlaufen. Gut, also eigentlich nicht viel anders als in Deutschland. Die größte Unterschiede jedoch: ich konnte jeden auf den Kopf gucken, selbst die Türsteher waren 2 Köpfe kleiner und 20 kg leichter als ich und leichte Mädchen schmissen sich mal wieder für wenig Geld an die hässlichsten (=verzweifelsten=zahlungswilligsten) Europäer ran.
Den Abschluss bildete dann ein peinliche Lage. Wir fanden uns plötzlich in der ersten Reihe vor eine Bühne wieder, auf der dann eine Live-Band auftrat und „Tequila o Mambo“ sang. Wie ich mir das dann so anguckte und auch Versuche unternahm dazu ein wenig zu zappeln, wurde mir auf einmal ein Mirko von der Sängerin vor den Mund gehalten. 2000 Menschen guckten mich auf einmal an, mein Puls raste und… ich wusste natürlich nicht, was ich in dem Moment sagen / „singen“ sollte. Tja, wie ich dann erfuhr war eine „Tequilla“-Einlage von mir gefordert. Nun ja,… auch die nächtse „Deutschland sucht den Superstar“-Staffel wird ohne mich statt finden.

Montag, 7. April 2008

Wie die Zeit vergeht…

Es ist nicht nur erschreckend, dass ich nun mehr seit zwei Wochen keine Aktualisierungen in diesem Blog vorgenommen haben, sondern auch, dass es nun fast 7 Monate sind, die ich schon in Singapur bin. Die Zeit vergeht wirklich wie im Flug - wobei der Flug nach Singapur schon ziemlich lange gedauert hat. :)
Grund dafür ist sicherlich, dass mich die Vorlesungen hier wirklich auf Trap halten. Eigentlich vergeht kaum eine Woche in der nicht irgendein Aufsatz abzugeben oder eine Präsentation zu halten ist. Zu dem muss für fast jede Vorlesung eine Fallstudie oder Artikel vorbereitet werden, die dann im Unterricht auseinander genommen werden. Aber ich kann euch versichern, dass es mir wirklich größtenteils Spaß macht, auch wenn Lesen nie zu einer meiner Lieblingsbeschäftigungen zählte. Zu dem sei an dieser Stelle angemerkt, dass viele mündliche Beiträge zu den Fallstudien etc. in der Vorlesung dann wirklich reiner Klugschiss sind.

Gestern war dann aber endlich seit Bintang mal wieder der erste Tag, an dem ich mal nichts für die Uni gemacht habe. Ich hatte die Tage zuvor einen (erneuten) Besuch des Paulaner Brunches organisiert und immerhin 15 Leute zusammen bekommen. Und davon werde ich die nächsten 2 Wochen noch gut haben. Denn die angefressenen 2 Kilo sollen auch erstmal wieder runter….
Im Anschluss haben Chris, Janine und ich uns dann ein wenig das arabische Viertel rund um die Arab Street angeschaut. Dies ist die kulturelle Hochburg der Malayen, sowie die Chinesen haben ihr Chinatown und die Inder ihr Little India haben. Leider war es dann aber ziemlich ausgestorben, weil zu der Zeit alle in der Moschee waren. Anderseits konnten wir uns so in Ruhe alles anschauen. Ein paar Eindrücke habe ich auf Foto festgehalten.



Abends ging es dann noch in Harry’s in der Innenstadt zum Formel 1 gucken. Glücklich, dass Ferrari mal wieder gewonnen hat und dass BMW im stärker wird, bin ich dann irgendwann mit dickem Bauch ins Bett gefallen…

Montag, 24. März 2008

Bintan

Frohe Ostern und dicke Eier.
Oder auch: „Jammer nicht rum. Stell dir vor, Jesus hätte damals gesagt: „Boah, ey, nee, lass mal, auf Kreuzigung hab ich jetzt auch nicht so richtig Bock“, dann wäre Ostern heute auch kein Feiertag.

Nun, ich danke Jesus, dass er mir zumindest einen freien Ostertag beschert hat. Denn in Singapur wird nur der Karfreitag (Good Friday) zelebrierte.
Kurzerhand ging an dann nach Bintan, einer Insel südlich von Singapur und schon zu Indonesien gehörend. Neben mir waren dann auch Freitag Mittag Kati, Janine, Chris und 2.000.000 Singapurianer an Bord unseres kleines, aber recht modernen Schiffes, das uns binnen 50 Minuten an unseren Ferienort brachte. Nun, wir sind dann zu unserer Überraschung nicht wirklich in dem Hafen angekommen, der auf unserem Ticket stand, aber so haben wir eben eine andere nette Seite Bintans kennengelernt: die, die von Ferienresorts überhäuft ist.
Wir hatten uns aber entschieden nicht in einem Club das Wochenende zu verbringen und weg von dem Mainstream zu bleiben. Unsere einstündige Taxifahrt führte uns also einmal quer vom Westen in den Osten der Insel. Klar, hier fühlte sich meine Encontrage aus Dunkeldeutschland sicherlich auch wohler. ;)
Schließlich landeten wir in einem netten kleines Hotel, dessen Hotelzimmer auf Stegen ins Meer gebaut wurden. Dazu klares Wasser, hellblauer Himmel und am Horizont ein Dutzend kleine Inseln. Das Baden direkt am Hotel haben wir uns aber schnell abgeschminkt, denn ratet mal wo die Abwasserleitungen hinliefen!? GENAU!
Bei Shrimps, Nasi Goreng und Bier haben wir dann einen netten Abend mit herrlicher Aussicht, Billard und Gesprächen verbracht. Ach, dabei haben wir auch drei Norweger zugetextet.
Am nächsten Tag wollten wir dann aber weiter reisen. Denn welcher Backpacker bleibt schon 2 Tage an einem Ort. Schnell war dann auch das nächste Hotel gefunden und ein Fahrer der uns nach und nach per Mofa ins 2 Minuten entfernte Nachbarhotel übersetzte. Gut, dass mein Rucksack extra für solche langen Märsche / Fahrten gepolstert ist! :D
Als nächstes lockte uns eine der am Horizont liegenden Inseln. Nach kurzer Organisierung hatten wir schließlich Fressboxen, Schnorchel, Taucherbrille, Flossen, Handtuch und ein Boot, das uns in rasanter Fahrt auf einer der Inseln aussetzte. Was folgte war paradisisch. Eine Insel ganz für uns allein. So tanzten wir nackig über den Strand und…. NEIN! Ein wenig Anstand haben uns unsere Muttis ja mitgegeben. ;)
Die Rückfahrt am Abend gestaltete sich dann doch recht abenteuerlich. Erinnert ihr euch an Familie Wallert? Das ist die nette deutsche Gastfamilie, die knapp ein Jahr bei Guerillia-Kriegern ausharrte und anschließend von Talkshow zu Talkshow zu rennen. Nun, wir machten uns also wieder auf den Weg zu unserem Hotel – wieder per Boot. Doch statt direkt dort hinzufahren, fuhr uns der nette Indonese weiter und weiter und weiter von unserem Hotel weg. Auf mehrmaliges Fragen, ob wir denn wirklich ins Hotel „Nostalgia“ fahren wurde nur mit einem 3-zähnigen Lächeln geantwortet. Mit Pipi in Augen saßen wir also da und berateten, wie denn wohl die diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Indonesien sein würden. Gerade als wir uns darauf einigten, dass wir wohl dem Tod geweiht seien, legte der Kutter an und ein Taxi brachte uns per Landfahrt in unser Hotel. Der banale Grund für den Umweg: Ebbe!
Trotz Lichtschutzfaktor 20 und 10 maligem Eincremen, sahen wir am Abend dann aus wie Krebse. Unseren Hunger konnte es aber lange nicht stillen. Und daher gab’s…ja genau….Schrimps und Nasi Goreng. Sorry, aber was würdet ihr in Indonesien essen!?
Sonntag war dann schon wieder Abreisetag. Einen Kick wollten wir uns aber noch geben und ließen uns zurück in die Nähe des Fähranlegers zu einer Go-Kart-Bahn bringen. Zu meiner Überraschung waren die Karts wirklich super und so jagten wir uns Runde für Runde von Kurve zu Kurve. Klarer Sieger: Janine! Und das trotz rosa Helms!!!
Im Anschluss gerieten wir in dem Alptraum jeden Backpackers: CLUBURLAUB!!! Wir wollten eigentlich noch Quad fahren gehen und fanden uns gefangen in einem Resort wieder. Die Quads waren selbstverständlich ausgebucht und so standen wir auf einmal doch zwischen all den bösen, bösen Cluburlaubern. Nun ja, einmal dort gefangen machten wir schließlich das beste daraus und genossen den restlich Tag bis zum Ablegen unserer Fähre am piniebel gepflegten Privatstrand des Hotels, genossen ein exqusites Essen im Hotelrestaurant und fuhren dann mit dem Shuttlebus zum Fähranleger. Alles, ohne aufzufallen….
Und so endete unsere Reise je um 22.15 Uhr zurück in Singapur.

Hier wie immer ein paar Schnappschüsse. Die meisten vom Fototalent Kati.

Meine Reisekarte