Meinen Rückflug hatte ich erst für den anschließenden Montagabend gebucht. Die Frage war also, was ich denn noch von Samstagmorgen an machen sollte – Peking kannte ich ja nun. Eigentlich hatte ich im Kopf noch einmal mit dem Nachzug nach Xian zu fahren, um mir die Terrakotta Armee anzuschauen. Das Problem wäre dann nur gewesen, dass ich dann das EM Finale nicht hätte sehen können. Wer konnte denn auch ahnen, dass unsere Jungs es soweit schaffen. Na ja, oder wer hätte es zu diesem Zeitpunkt ahnen können, dass sie verlieren würden.
Statt nach Xian zu fahren, haben Kati und ich kurzerhand einen Zug nach Shanghai gebucht. Wir wollten nicht nur die Stadt sehen, sondern insbesondere auch unsere lieben Freunde und MIBS-Kameraden Jörg, Katja und Hanna zu besuchen.
Die Zugfahrt war recht angenehm, wenn auch kalt. Der Zug war ein gute Kopie unseres ICEs, genauso schnell und die Beinfreiheit war riesig. Abend in Shanghai angekommen, haben uns dann Jörg und Katja vom Bahnhof abgeholt. Anschließend ging es zum Essen. Ich hatte mir zwar ein schönes Steak gewünscht, aber stattdessen wurde ich in ein weiteren chinesisches Restaurant geschleppt. Mir war zwar nach 2 Wochen ein wenig nach westlichem Essen, aber unsere Wahl war wirklich lecker. Im Anschluss sind wir dann in eine Bar zum Cocktail schlürfen, wo wir dann auch Hanna, ein paar deren Klassenkameraden und einen ehemalige Bayerkollegen getroffen, bei dem ich damals zur MIBS-Willkommenparty untergekommen war. Auf jeden Fall, haben wir glaube ich alle ein bisschen verstört geguckt.
Am nächsten Morgen wurden wir dann zum Fruehstueck mit Brötchen „vom BESTEN Bäcker der Welt“ (Zitat anonym) geweckt und sind im Anschluss in die City zum Sightseeing. Zunächst haben wir uns einen Ueberlick verschafft und sind auf das zweithöchste Gebäude Shanghai geklettert. Na ja, eigentlich haben wir den Fahrstuhl genommen. Die Stadt wirkte einfach riesig, modern und nicht endend. Von dort ging es per Faehre auf die andere Seite des Flusses, wo die French Concession (alter Stadtteil) lag, durch deren Boutiquen schlenderten. Irgendwann war uns dann nach einem Kaffee zu mute und stolperten in einem der zahlreichen Cafés auf Nicolas, einem Belgier, den wir zwei Tage zuvor erst in Peking verabschiedet hatten. Die Verblüffung war wieder groß und einem fällt wieder auf, wie klein die Welt ist.
Nach weiterem Bummeln sind wir dann zu Jörgs liebster Freizeitbeschäftigung gefahren: einem Massagesalon und haben uns dort eine Stunde von kichernden Chinesinnen durchkneten lassen. Völlig entspannt ging es zum Thailaender zum Essen und zurück zur erleuchteten Skyline von Shanghai.
Nach kurzer Rast auf dem Sofa haben wir uns dann knappe 2 Std gelangweilt. Wieso? Wir haben das EM Finale geguckt. Bin mir sicher, euch ging es ähnlich, oder?
Am nächsten Morgen sind wir dann ins alte traditionelle Chinatown gefahren und haben knapp 2 Stunden im Teehaus gechillt und hervorragenden Blütentee geschlappert. Dazu gab es irgendwelche sehr skurrile Snacks. Daher auch mein Gesichtausdruck auf den Bildern!
Meine anschließende Rückfahrt war dann ein Abenteuer ohne Sondergleichen. Dazu dann im nächsten Eintrag mehr....
Samstag, 19. Juli 2008
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