Donnerstag, 29. November 2007

Mutti, man hat mir den Hintern versohlt!!!

Es ist Donnerstag und damit mein freier Tag. Gut, auch den Vormittag habe ich mal wieder mit Fallstudien und anderen Hausaufgaben verbracht, aber gegen 15 Uhr ließ ich dann den Computer runterfahren und schmiss die Bücher bei Seite. Heute stand noch einmal eine intensivere Entdeckung Chinatowns an.
Der Hauptgrund war allerdings, ein paar Weihnachtsgeschenke zu kaufen. Aber als ich dann mit Kati zusammen aus der MRT-Station kam, wurden wir bereits auf den ersten Metern wie üblich angesprochen. Diesmal ging es um eine Massage. Dankend lehnte wir ab und gingen weiter. Doch warum eigentlich nicht? Wir drehten uns also wieder um und erkundigten uns nach den Preisen. 11 € sollte eine Body Massage für 25 Minuten kosten. Tja, für den Preis ließen wir uns natürlich nicht lumpen, gingen in die Folterkammer und los konnte es gehen! An dieser Stelle soll erwähnt sein, dass ich noch nie eine professionelle Massage bekommen habe und ein wenig mulmig wurde mir auch, als ich mich daran erinnerte was mir Jörg über das Verständnis von Body Massages in Shanghai erzählt. Denn dort kann man wohl in einigen Salons für ein wenig Aufpreis eine wirkliche „komplette“ Ganzkörpermassage erhalten.
Aber ich behielt meine Boxershorts an. Die darauf folgenden 25 min waren eine Achterbahnfahrt voller Entspannung, Schmerz, Angst und dem Glauben daran anschließend nur noch im Rollstuhl voran zu kommen. Am meisten Angstschweiß hatte ich auf der Stirn, als mir auf einmal der Hintern frei gelegt wurde und mir der Hintern durch Schläge massiert wurde. Ich glaube, dass ist mir das letzte Mal mit 5 passiert!!!
Aber mein Fazit: Klasse und unbedingt weiterzuempfehlen!
Voller Entspannung ging es weiter, um endlich die nötigen Weihnachtsbesorgungen zu erledigen. Doch wieder wurden wir nach wenigen Metern angesprochen. „Wie wär’s mit einem neuen, maßgeschneiderten Anzug?“ Nun ich hatte von den guten Angeboten gehört und ließ mich dazu überreden mich überreden zu lassen. Aber nicht ohne mein gelerntes Wissen aus 1,5 Jahren Einkauf anzuwenden. Ein kurzer Report:

Unternehmen: Schneiderei
Reputation: Bill Clinton und George W. Bush waren vor mir da (Fotos als Beweis)
Produkt: Jacket und Hose, maßgeschneidert
Schnitt: Hugo Boss
Material: außen: knitterfrei aus Italien, innen: Seide
1. Angebot: 50% Nachlass, weil ich Student bin
2. Angebot: 50% Nachlass und irgendwas inklusive, was sonst $100 kosten würde.
3. Angebot: Weitere 50% Nachlass

Dem Schneider standen die Tränen in den Augen, aber letztlich ließ er sich doch drauf ein. Ich habe mir zur Bestätigung auch noch einmal sein Auftragsbuch zeigen lassen. Und tatsächlich: normalerweise gehen seine Anzüge für den dreifachen Preis über den Ladentisch. Mein Zugeständnis an ihn war dann, dass ich meine nächsten Anzüge bei ihm auch kaufen würden, dass ich den normalen Preis bezahle, sobald ich in seinem Anzug Karriere gemacht habe und zum Bier musste ich ihn auch noch einladen.
Dann ging es endlich auf den Markt zu den Weihnachtsgeschenken. Weitere Verhandlungen sollten folgen und schließlich war mein Rucksack randvoll und mein Magen leer. Kati und ich entschieden uns dann thailändisch essen zu gehen. Die Entscheidung sollten wir dann auch nicht bereuen, denn wie man auf den Fotos sieht, war es super lecker. Und wo wir schon mal in Chinatown waren, durften natürlich auch die Frühlingsrollen nicht fehlen.
Der restliche Abend führte uns dann noch durch die Innenstadt, von der ich ha aber schon hinreichend berichtet habe… Was zu erwähnen und zu zeigen bleibt, sind die unzähligen Weihnachtsbäume, die an jeder Ecke stehen. Fröhliche Weihnachten! :)

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