Mittwoch, 5. November 2008

Let the change begin...

Oder auch Obama ist der naechste Mr. President. Klar, war die Wahl hier ein aller Munde und ich habe niemanden in den 1,5 Wochen kennengelernt, dem die Wahl egal war. So ergab sich dann schon die eine oder andere Diskussion – besonders mit den Verfaechtern von McCain. Nun, ich habe versucht mich diplomatisch zu verhalten und mehr oder weniger neutral zu bleiben. Aber klar, insgeheim wuenschte ich mir ja auch Obama als Wahlsieger.
Am Wahlabend ging ich dann also mit meiner Mitbewohner Lettie ins Southern Rail. Eine urige Kneipe im Stil eines Bahnhofes. Dort versammelten sich an die 600 Menschen zur inoffiziellen Obama-Wahlparty von Chapel Hill. Das Publikum war den Chapel Hill Demokraten entsprechend: inzwischen alt gewordene Hippies und ‚liberale’ Studenten.
So schauten wir alle zusammen bei Bier und Obamakuchen gespannt auf die aufgespannte Grossleinwand und jubelten zu jeder Projection, die die Moderatoren auf CNN zu den Wahlausgaengen der einzelnen Bundesstaaten machten.
Um 22 Uhr verkuendete Chapel Hill (eigentlich war ich in Carrboro, aber fuer mich ist das eingemeindet) schliesslich Barack Obama zum naechsten Praesidenten der USA. Anschiessend ging es hinaus auf die Strasse und wir zogen mit ein kleinen, aber feinen, Blaskapelle um den Block.
Um 23 Uhr war Obama dann auch offiziell Praesident und der Jubel brach schliesslich voellig los im Southern Rail, anderen Bars und auf den Strassen Chapel Hills.


Ach, uebrigens moechte ich noch loswerden, dass ich trotz aller Euphorie und Historie dieser Wahl froh bin, dass sie vorbei ist, denn nach nur 1,5 Wochen war ich es leid 3 mal taeglich erklaeren zu muessen, warum ich denn noch nicht waehlen war.

Hier noch zwei Videos, die die Stimmung vielleicht besser eingefangen haben als irgendwelche Fotos:



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