...be sure to have Joerg’s Handynummer. Denn die erste Herausforderung lag darin meinen Reisepartner Joerg am Flughafen zu finden. Fuer alle, die ihn nicht kennen, er ist ein alter Kumpel aus Leverkusener Bayer-Ausbildungszeiten. Nach laengerm Irren durch den (mit Verlaub gesagt: beschissenen) Flughafen von San Francisco, traf ich Joerg schliesslich an der Gepaeckausgabe.
Gemeinsam ging es mit der U-Bahn in Richtung Innenstadt, wo wir unser Hostel finden sollten. Doch zu Fuss, so wurde uns von einer netten Dame am U-Bahn-Schalter gesagt, solle man dort nicht hin. Es sei zu gefaherlich. Es war 18 Uhr, aber uns beiden klangen die muetterlichen Worte „Und pass ja auf dich auf!!“ in den Ohren. Wir nahmen also ein Taxi. In einer dunklen Seitenstrasse fanden wir dann unsere Unterkunft und wurde von mehreren (Moechtegern-) Hippies und anderes komischen Gestalten in Empfang genommen. Die erste Frage: sollten wir auch Drogen brauchen, um es hier schoen zu finden?
Am naechsten Tag brachen wir zu einer super Stadtrundfahrt im biodieselbefeuerten Oekomobil auf, die uns 4 verschiedene Golden Gate Bridge-Aussichtspunkte brachte, um die Bruecke auch aus jedem, wirklich JEDEM Winkel gesehen zu haben. Langweilig wurde es nicht wirklich, denn a) ist die Bruecke schoen, b) hatten wir super Glueck mit dem Wetter und c) fuehrte uns die Fahrt noch zu anderen Sehenwuerdigkeiten wie den Redwoods, Twin Peaks, der Hayde Street, dem Castro, etc.
Nach einem Essen in Chinatown ging es zum kostenlosen Weinabend ins Hostel.
Tag 2 brach an und wir per Cable Car auf zur Fisherman’s Wharf. Das ist quasi der alte Hafen von San Francisco. Mit Kaffeebecher in der Hand (es war ja noch frueh am morgen) flanierten wir die Piere hinab, bis wir am Pier 33 ankamen. Von hier ging es per Boot ins Gefaengnis. Verbrochen hatten wir nichts und mussten sogar zahlen. Ja, Alcartras muss man aber mal gesehen haben. Auf den Spuren von Al Capone und Joerg –Das Schlitzohr- Heise...
Anschliessend erkundeten wir das Financial District und landeten im Bank of America Tower – dem zweithoechsten Gebaeude der Stadt. Hoch oben, vom Restaurant aus, liessen wir die Sonne untergehen und schlossen auch unsere Sightseeing fuer den Tag ab. Ein anschliessendes Bier um die Ecke vom Hostel artete dann noch in ein Saufgelage aus. Haetten uns unsere Muetter doch nur hiervor gewarnt. Alt-Hippies suchten schnell das Gespraech mit uns und bei Diskussionen ueber Politik sicherte ich uns eine Freibierrunde nach der naechsten. Joerg musste sich dafuer mit einer 48-jaehrigen Voellig-auf-dem-Trip-Haengengebliebenen herumschlagen. Sie versuchte Joerg von freier Liebe zu ueberzeugen – ich hingegen versuchte den Irakkrieg zu stoppen.
Vor dem Zubettgehen hatte ich dann noch ein laengeres Gespraech mit dem lieben Gott am grossen weissen Telefon...
Tag 3 brach herein und voellig verkatert, aber dennoch abenteuerlustig brachen wir ins Schwulenviertel Castro auf. Das Viertel ist schoen, bunt, lebenslustig, aber Kaffeekochen muessen die da noch lernen...oder ich muss Kaffee mit Kardamon zu schaetzen lernen...
Im Suff ging es weiter zum Golden Gate Park, wo wir uns zwischen joint-rauchenden Hippies auf einer Wiese liegend wiederfanden. Entsetzt brachen wir zu unserem letzten Ziel unserer Reise auf: der Golden Gate Bridge. Bei Sonnenuntergang ueberquerten wir die Bruecke nach Norden, auf dem Rueckweg hatten wir dann das Panorama San Francisco’s bei Nacht vor uns.
Im Hostel angekommen gabs dann koestliche Lasagne und ne Runde Scarbble, in der ich Joerg gekonnt schlug. Wer auch nicht auf Woerter wie „Furzperiode“ oder „Sexruine“ kommt, kann eben nicht gewinnen. ;)
Joerg, es hat Spass gemacht mit dir!
Dienstag, 9. Dezember 2008
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1 Kommentar:
Danke, mit Dir auch! Der "alte" Kumpel (hast mich wohl schon abgeschrieben)
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