Montag, 4. Februar 2008

Was gibt es denn sonst so neues?

Tja nach 3,5 Monaten in Singapur ist nun wirklich entgültig der Alltag eingekehrt und der besteht daraus zur Uni zugehen, sich auf die Vorlesungen vorzubereiten, sich zu versuchen zu motivieren etwas zu tun (wie jetzt gerade) und neuerdings auch aus Lernen. In zwei Wochen stehen nämlich die Final Exams in allen Fächern an. Ein wenig Muffensausen hab ich schon, aber das wird schon.
Da kommt es ganz gelegen, dass ich diese Woche frei habe, da fast überall in Asien Chinese New Year gefeiert wird. Statt wegzufahren, werde ich aber eben der neusten Veränderung meines Alltages nachgehen.
Ein paar aufregende Geschehnisse gibt es aber dennoch zu berichten:

• Als Nachtrag: Bin wegen meines Ohres dann doch noch zu einem HNO-Arzt gegangen. Zuvor musste ich aber herausfinden, wie man diese Bezeichnung denn am besten ins Englische übersetzen könnte. Mein Wörterbuch schlug als Übersetzung folgendes vor: „otorhinolaryngologist“ Nach 2 Std Üben der richtigen Aussprache hab ich dann meinen Gastvater in den USA angerufen und er meinte, sag einfach: ENT, was für Ear, Nose and Throat Doctor steht. Super, das kann selbst ich sagen.
Am nächsten Tag in der Arztpraxis angekommen, war meine positive Überraschung über die günstigen Behandlungskosten auch abrupt vorbei. Denn ein kurzes Ohrenaussaugen kostet auch in Singapur 75€.

• Am Samstag veranstalteten wir für ein paar Kommilitonen eine Pasta-Party bei uns der WG. Das tolle daran: man spart bares Geld, wenn man seinen Gästen sagt, die sollen ein paar Bierchen mitbringen. Denn Alkohol ist weiterhin verdammt teuer hier. Nun ja und bei Spaghetti, Bier und Uno wurde es ein sehr heiterer und lustiger Abend.

• Am Sonntagmorgen ging es dann mal wieder zum „Brünch“ ins Paulaner Bräuhaus. Es war mal wieder traumhaft und ich konnte futtern wie ein Mähdrescher – vielleicht auch weil ich diesmal aufs Bier verzichtete.

• Am Montagabend lud dann meine Uni zum „Lunar Chinese New Year Dinner“ ein – ich hatte ja die Tage zuvor noch nicht genug gegessen. Verwöhnt vom Vortag schmeckte mir das Essen aber nicht sonderlich. Ich glaube, ich werde einfach kein Fan wirklich chinesischer Speisen werden. Aber neben dem Essen gab es auch Ballet (oder so was in der Art), Gesangseinlagen (DSDS Castings liefern durchaus bessere Töne), Tombola und neue Bekanntschaften.

•Ich habe mich für 8 Fächer nächstes Trimester registriert. Wird zwar anstrengend, aber sicherlich spannender als die Fächer die ich momentan belege. Zudem habe ich meine eine Woche Ferien Ende des Monats über Bord geworfen uns werde stattdessen ein paar Intensivkurse machen. Unter anderem ist „Creativ Thinking“ dabei. Vielleicht wird mein Blog dann demnächst auch mal ein wenig aufregender. *g*
Das Tolle an meiner Fächerwahl ist, dass ich wohl im nächsten Trimester keine Klausuren schreiben muss und so noch eine Woche mehr Sommerferien habe

•Ach, ich komme übrigens im Sommer für ein paar Wochen in die Heimat. Warum? Metallica und (so hoffe ich) Bon Jovi kommen zu Rock am Ring. Und da will ich dabei sein. Na ja, ein wenig vermissen tu ich euch auch alle. ;)

Heute Abend geht es dann wohl noch nach China Town, wo dann so richtig Chinese New Year gefeiert werden soll. Auch ein Feuerwerk soll es geben. Fotos und Bericht werde ich dann bald online stellen.

So, nun muss ich aber erstmal lernen….

Und euch allen ein Happy Chinese New Year.
Es ist übrigens ab jetzt das Jahr der Ratte!

Donnerstag, 31. Januar 2008

Gesundheitsreform mal nachgefragt…

Ich kann mich noch gut an die vielen Diskussion rund um die Krankenkassenbeiträge und Arztgebühren erinnern. Gut, Ärzte sind auch einfach schweineteuer. Aus meinen Zeiten als Privatpatient (ach war das schön…) weiß ich auch noch was ein einminütiges Telefonat mit einem Arzt kostet: 8€ (Stand: 1998).
Nun musste ich hier das erste Mal in Singapur zum Arzt. Schicke Arztpraxis, viel Personal, 15 Minuten Behandlung, Medikamente und ein nettes Wort zum Abschied. Und das ganze für gerade mal 14€.
Tja, das Preisniveau zwischen Deutschland und Singapur ist ziemlich ähnlich und daher frage ich mich ernsthaft, wieso denn Arztbesuche in Deutschland sooo viel mehr kosten!!??

Kurze Anmerkung für Mutti: Keine Sorge, ich hab nur ne Entzündung im Ohr. Ich muss wohl noch nicht sterben.

Mittwoch, 23. Januar 2008

Kultur, andere Ansichten oder einfach überraschend…

Ein paar kleine Geschichten:

• Ein indonesischer Kommilitone war total verstört, als er erfuhr, dass es in Singapur und der „westlichen Welt“ verboten ist Musik und Filme aus dem Internet zu downloaden. Ich hingegen war daraufhin weniger überrascht von einem Erlebnis auf Bali (gehört ja zu Indonesien). Denn dort saßen wir eines Abends in einem Restaurant als der Dorfsheriff zu uns an den Tisch kam und uns eine Palette gefälschter DVDs zum Kauf anbot.

• Kenyi, ein japanischer Mitstudent ist froh, endlich mal nur einen 14-Std.-Tag zu haben. In seiner Firma in Japan fängt sein Arbeitstag meist um 8.30 Uhr an und endet nicht vor Mitternacht oder 2 Uhr in der Früh.

• In Deutschland grüßt man mit: „Hallo, wie geht’s?“. In den USA meist mit einem „How are you doin’?“, worauf die Antwort häufig auch nur lautet: „How are you doin’?“. In Singapur sind die Mahlzeiten die zentralen Geschehnisse des Alltags und so grüßt man meist mit: „Hello, have you had your dinner yet?“ Leider habe ich für mich noch keine Standardantwort gefunden. Ich habe aber festgestellt, dass wenn ich ausführlich antworte, mein Gegenüber meist gelangweilt ins Leere starrt.

• Das bringt mich zur nächsten Erfahrung. Erzähle ich, dass ich noch nicht gegessen habe, folgt häufig die Frage: „Are you going to have mushroom cream soup?“ Ich weiß nicht warum, aber für Singapurer ist das allem Anschein nach DAS Standardessen für Europäer.

• Besonders alte Leute können sich in U-Bahnen nicht benehmen. Sie drängeln generell gegen eine Masse von 30 aussteigenden Leuten an. Zumindest bis sie auf mich treffen. Da ich meist 2 Köpfe größer und 20 kg schwerer bin, haben sie gegen mich meinen Willen ihnen „die zivilisierte Art und Weise“ zu zeigen keine Chance!

• Kenyi (der Japaner aus Geschichte 2) war gestern bei uns wegen einer Gruppenaufgabe in dem Fach Financial Management“. Kurzer Hand beschlossen Chris und ich Kenyi etwas zu essen anzubieten. Er nahm die Einladung gerne an und so servierten wir Schwarzbrot mit Leberwurst, saßen uns neben ihn und glotzen ihn wie Zoobesucher beim Verspeisen an. Zu unserer und wohl auch Kenyis Überraschung schmeckte ihm die typisch deutschte Komposition ziemlich gut.

• Der gemeine Amerikaner fängt an zu klatschen und johlen, wenn er ein A (Note 1) bekommt. Obwohl ich ein Jahr in den Staaten verbracht habe, bleibt diese Art für mich befremdend bis abstoßend.

• „Struktur“ scheint dem Asiaten meist ein Fremdwort zu sein. Gut, mal abgesehen, dass hier das deutsche Wort steht, diskutieren sie gerne zuerst A, dann D, dann kurz wieder A, um kurz C anzuschneiden, bevor C kurz angesprochen wird… Für wäre dann der Zug meist nach 5 Minuten abgefahren, würde ich nicht die alte europäische Kunst des „strukturierten Arbeitens“ anwenden. Das Ende vom Lied bleibt dann jedoch, dass ich der Hauptansprechpartner für die Gruppe werde und somit mehr Arbeit habe.

Mehr solcher Geschichten fallen mir gerade nicht ein, werden aber folgen…

Sonntag, 20. Januar 2008

Tea Time

Nach einer Woche voller Gruppenarbeit, Assignments und Vorlesungen (selbst Samstag) habe ich heute meinen Sonntag mal fast ganz zum Entspannen genutzt. Mein Kopf fühlte sich eh nicht so an, als könne er großartige, kreative Ideen leisten, denn gestern ging es nach der Vorlesung noch auf ein oder zwei (vielleicht auch drei) Bierchen nach Holland Village.
Heute habe ich dann mein Weihnachtsgeschenk von Kati eingelöst – eine traditionelle chinesische Tee-Zeremonie.
Im „Tea Chapter“ angekommen, nahmen Kati und ich dann auf dem Fußboden platz und studierten die Getränkekarte. Gut, Früchte- und Kamillentee kenn ich ja noch, aber keines von beiden fand sich in der Auswahl des Teehauses wieder. Wir fragten also die Bedienung und sie empfahl uns zwei verschiedene Sorten probieren. So orderten wir dann
1. Qi Men Hong Cha (roter Tee)
2. Imperial Golden Classia (Oolong Tee)

Und kurze Zeit später kam unsere Zeremoniemeisterin auch schon wieder und deckte den Tisch mir allen möglichen Utensilien in Miniaturgröße ein. Erstaunlich, aber alles hatte eine genaue Bezeichnung. So war eine Zange auch nicht einfach nur eine Zange, sondern eine Teezange. Auch ein stinknormaler Lappen war nicht einfach nur ein solcher, sonder ein Teetuch. Gut, trotzdem versuchte ich ernst zu bleiben.
Dann wurde uns die Teezubereitung erklärt. So, damit ihr es mal nachmachen könnt, hier die genaue Anleitung:
1. Den Teekessel mit kochendem Wasser erwärmen.
2. Wasser aus Teekessel über die Teeschenke kippen.
3. Wasser aus der Teeschenke in den Teeriechbecher schütten.
4. Wasser aus dem Teeriechbecher in das Teetrinktässchen kippen.
5. Teekessel zu 1/3 mit Teeblättern füllen. Dabei den Teedosierlöffel benutzen.
6. Den Tee dann mit heißem Wasser kreisend aufgießen.
7. Teekessel mit Teekesseldeckelchen verschließen.
8. Den ersten Aufguss nicht trinken. Sondern damit die Schritte 2 bis 4 wiederholen.
9. Den in die nun aufgefüllten Gefäße über dem Teekesselchen entleeren.
10. siehe Schritt 6 und 7
11. Den Tee genau 30 Sekunden ziehen lassen. Eine Uhr mit Sekundenzeiger kann hier zur Hilfe genommen werden. Ich bin mir aber sicher, dass es hierfür auch ein digitales Teeziehzeitmessgerät gibt.
12. Den Tee nun in die Teeschenke kippen.
13. Nun weiter auf die Teeriechbecher verteilen.
14. Riechen
15. Entspannt gucken.
16. Beschreiben was man riecht.
17. Den Tee in das Teetrinktässchen umfüllen. Kleckern ist hier nicht zu vermeiden.
18. Verschütteten Tee mit Teetuch aufwischen.
19. Leeren Trinkriechbecher in der Hand rotieren lassen, dabei abkühlen lassen und immer wieder daran riechen.
20. Teetrinktässchen an den Mund führen
21. Ersten Schluck trinken.
22. Zweiten Schluck trinken.
23. Dritten Schluck trinken.
24. Merken, dass man sich die Zunge verbrannt hat.

Der gute Tee kann nun 5 Mal aufgebrüht werden. Jedes Mal ist die Brühzeit um exakt 5 Sekunden zu verlängern.

Hierzu mal wieder ein paar Bilder, die die Nachahmung erleichtern könnten.



Mein Fazit:
Somelierés sind totale Kulturbanausen. Teetrinken ist das nächste Level für Leute, die noch schlauer als Weintrinker daher reden wollen.

Freitag, 4. Januar 2008

Bali

Zunächst wünsch ich euch allen natürlich an dieser Stelle ein frohes neues Jahr. Auch für die ganzen Mails möchte ich mich bedanken. Ich habe mich wirklich darüber gefreut, hatte aber bisher noch keine Zeit sie zu beantworten. Ich hoffe, ihr seid nicht böse, wenn ich nicht jedem direkt antworte und euch stattdessen hierüber wissen lasse, wie die letzten Wochen denn so waren und vor allem, dass es mir gut geht.

Am 22. Dezember ging es los nach Bali. Im Schlepptau hatte ich Volker, Chris und Janine. Der Flug ging allerdings nicht direkt nach Bali, sondern ins 250km entfernte Surabaya auf der Nachbarinsel Java. Ein Direktflug war nämlich leider nicht mehr zu bekommen.
Die anschließende Busfahrt nach Bali war dann vergleichbar mit meiner Vorstellung der Hölle. Es ging nämlich im Eiltempo über Landstraßen, die jedoch kaum für diese Geschwindigkeit ausgelegt sind, in Richtung Ziel. Auch Gegenverkehr schien unseren Fahrer nicht sonderlich zu interessieren, denn häufig waren maximal 20 Meter zwischen uns und dem Entgegenkommenden Platz.
Aber 14 Std später waren wir an unserem ersten Ziel, Padangbai, angekommen. Dies war ein netter kleiner Fischerort, von wo aus auch Fähren ins wohl auch schöne Lombok ablegten. Wir entschieden uns jedoch auf Bali zu bleiben und verbrachten den Tag am Blue Lagoon Beach mit Schnorcheln. Dies war eine wirklich tolle Erfahrung. Das Wasser war glasklar und in dem Riff tummelten sich unzählige Fische in allen nur erdenklichen Farben. Gar streicheln ließen sie sich teils.
Ein kleiner Tipp an dieser Stelle: Auch im Wasser verbrennt die Haut schnell. :)
Von Padangbai ging es am nächsten Tag nach Ubud im Landesinneren. Ubud ist ein ziemlich überschaubarer kleiner Künstler- und Touriort, dessen Hauptattraktion wohl der Monkey Forrest ist und von uns gleich gestürmt wurde. Tausende Affen (Makaken) tummelten sich hier und als heilige Tiere hatte sie ein gar paradiesisches Leben: von Touris mit Bananen füttern lassen, rumliegen, sich kraueln lassen und dann ein paar mal täglich um die Wette rammeln. Nur zu dumm, dass gerade dies für die meisten Touris die Hauptattraktion war.
In Ubud haben wir es uns dann auch Weihnachten richtig gut gehen lassen. Guten Essen an Heiligabend und Spa am ersten Weihnachtsfeiertag. Ich entschied mich beim letzteren fürs Sea Salt Scrubbing: 1 Std Massage von Kopf bis Fuß und im Anschluss wirkte ich dann in einer Seesalzkruste ein, die dann mit Gewalt von mir heruntergekratzt wurde. Ein wenig schmerzhaft – besonders am Sonnenbrand – aber meine Haut fühlte sich anschließend so zart wie die eines Babys.
Am 26.12. fuhren wir dann wieder aus dem Landesinneren hinaus in Richtung Küste, denn zurzeit ist Regenzeit auf Bali. Und dies vornehmlich im gebirgigen Landesinneren. So landeten wir in Lovina im Norden an schwarzen Standstränden und genossen das wieder gute Wetter und badeten in der doch recht rauen Balisee. Unsere Reise ging von hieraus weiter an der Küste entlang und die Tage vertrieben wir uns mit Strand, Tempelbesichtigungen, Wasserfälle gucken und gutem Essen.



Schließlich landeten wir in Amlapura, um Franzi abzuholen, die uns die letzten Tage auf Bali begleitete. Amlapura war als einer der größten und wichtigsten Busumschläge auf Bali im Reiseführer beschrieben. Dort angekommen, stellte sich aber schnell heraus, dass dies nur ein Kaff war, das wohl noch nie einen Touristen gesehen hatte. Noch wildem Geirre durch die Stadt fanden wir schließlich das richtige Busterminal und somit unsere liebe Franzi. Sie erspähte man erst auf den zweiten Blick, denn sie saß schon seit Stunden in der Mitte einer Horde Einheimischer und erzählte über Gott und die Welt. Das einzige Problem lag wohl nur darin, dass Franzi kein Bahasa sprach und die Einheimischen auch kein Englisch… Das nächste Problem folgte dann im Anschluss, als wir versuchten eine Möglichkeit zu finden aus dem Kaff wieder herauszukommen, denn „Transport-Transport“ gibt es abends im sieben dort nicht mehr. Und auch Taxis und Bemos sind eine selten gesehene Rarität in Amlapura. Schließlich sah ich an einer Tankstelle einen kleinen Minibus, der uns alle transportieren konnte und fragte den Fahrer nach einer Transportmöglichkeit an die Küste in ein Hotel. Der erkannte unsere Notlage sofort und war für eine Unsumme auch bereit uns zu fahren. Tja, was soll man machen, auch auf Bali ist das System von Abgebot und Nachfrage schon angekommen. Schließlich landeten wir in der Pampa in der Nähe von Ujung an einem Hotel an der Küste. Skeptisch schauten sich meine Mitreisenden das Hotel an, während ich am Wagen blieb und mit meinem militärischen Scharfblick das Gepäck sicherte. Volker kam dann als ersten zurück und meinte nur: „Wie im Paradies“. Wir verhandelten ein wenig und schon war das Penthouse unser. Das Hotel war wirklich erste Sahne. Der Pool ging direkt bis an den Strand, das Zimmer war einmalig und auch das Essen war hervorragend. Wir entschieden uns gleich zwei Nächte zu bleiben. Die folgenden Fotos werden hierzu mehr sagen als meine Worte:



Von Ujung aus machten wir dann eine Bergwanderung durch den Dschungel zu einem alten balinesischen Dorf, das die traditionelle Lebensweise der Balinesen zeigte. Ich schmück’s aber mal nicht weiter aus, denn ich fand’s schrecklich langweilig. 
Schließlich landeten wir in Kuta, was quasi das Palma de Mallorca von Bali ist. Wenn die Stadt auch überschaubar ist, ist sie doch sehr, sehr hektisch und man wird alle 5 Meter (nicht übertrieben) von Händlern auf Massagen, Sonnenbrillen, T-Shirt, etc. angesprochen. Ein weiteres Problem waren die Australier, die hierher fahren wie die Deutschen und Engländer nach Malotze, um sich den ganzen Tag kräftig einen hinter die Binde zu kippen und dabei so männlich wie möglich wirken / fühlen wollen. Mein Fazit: Die meisten Australier sind auch nicht anders als die meisten Deutschen.

Wir zogen uns dann an den Strand zurück, feilschten mit den Händlern um die besten Preise für Souvenire und T-Shirts und bums war Silvester. Wir entschieden aus angesprochenen Gründen gegen Clubs und wollte dann genüsslich mit Bierchen in der Hand im Mitternacht am Strand sitzen und Feuerwerk gucken.
Um 23.15 setzte dann allerdings ein wenig Nieselregen und Wind ein und sämtliche Einheimische ergriffen sofort die Flucht vom Strand. Wir Norddeutsche haben uns aber nur verwundert angeguckt und die Balinesen kurzum für riesengroße Weicheier erklärt. Tja, das haben die Götter dann wohl gehört und so drehten sie Wind und Regen erst so richtig auf. Völlig paniert vom Sand und nass fanden wir uns dann unter einem Vordach eines Museums wieder und gucken zu wie ein Tropensturm denn so aussehen kann. Schließlich wurde es Mitternacht, die Götter hatten ein einsehen und stellten den Sturm kurz ab. Tja, da dies aber schon reichte um sämtliche Straßen zu überfluten machten wir uns auf den Weg zurück ins Hotel und gingen schlafen. Ein wenig verkorkt mein Silvester, aber ich werde mich bestimmt immer daran erinnern können. :)



Am 1. Januar ging es dann zurück nach Surabaya. Diesmal jedoch mit einem Minibus, dessen Fahren wir wenigsten zum langsamer Fahren bewegen konnte. Ein Schlagloch war jedoch dann doch zu groß und wir fanden und mitten in der Nacht mit einer Reifenpanne auf der Landstraße wieder. Der Fahrer konnte den Reifen dann zum Glück wechseln und wir standen nur belämmert daneben und sahen die normalen Busse, mit denen wir gekommen waren, mit Lichtgeschwindigkeit an uns vorbeifahren. Na ja, eins hab ich dann doch getan: ich hab mal Warnblinklicht angemacht! Ich dachte, dass sei vielleicht sicherer wenn man so nachts im Dunkeln auf ohne Beleuchtung auf der Landstraße steht. :)
Aber letztlich sind wir doch wieder heil angekommen!!

Fazit: Hin- und Rückreise traumatisch, Aufenthalt traumhaft. Meine bester Urlaub, den ich je hatte und unbedingt weiterzuempfehlen!!

Tja, und jetzt beginnt wieder der Ernst des Lebens. Ab jetzt stehen Präsentationen, noch mehr Gruppenarbeiten und schließlich Prüfungen auf dem Zettel. Ich bin gespannt… :)

Meine Reisekarte