Am 25. Oktober war unser neues Apartment endlich beziehbar. Kaum zu beschreiben, wie sehr ich mich gefreut habe, aus dem Hostel in Little India raus zu kommen. Es lag nicht daran, dass es schlecht war. Doch für 8 Tage Schlafzimmer, Dusche, WC etc mit laufend anderen Leuten zu teilen, macht nicht unbedingt Spaß. Auch wenn es vielleicht ein wenig an die Zeit bei der Bundeswehr erinnerte, aber dort waren die Leute nach wenigen Tagen und Wochen vertraut.
Um so krasser dann der „Tapentenwechsel“. Über einen Private Lift gelangt man direkt in unser Penthouse im 17. und 18. Stock des Palm Gardens an der MRT Haltestelle Choa Cho Kang. Man tritt in unser Wohnzimmer ein, welches von einer umwerfend hübschen, grünen Couch geschmückt wird. Meinen ostdeutschen Mitbewohnern gefiel die Couch auf den ersten Blick, sei an dieser Stelle gesagt. Ob dies etwas mit ihrer „innerarchitektonischen Vergangenheit“ zu tun hat sei dahin gestellt. Die Küche die vom angrenzten Esszimmer abgeht wirkt wie neu, da die Vormieter diese so gut wie nie benutzt haben. Mein Zimmer ist dann von einem kleinen Flur aus erreichbar. Das Bad teile ich mir mit Kati und ist über eine Tür jeweils von unseren Zimmern erreichbar. Im Obergeschoss befindet sich dann der Master Bedroom, indem eure Hoheiten Chris und Janine hausen, und der Study Room, der ebenfalls über ein eigenes Bad verfügt und zu Franzis Zimmer umfunktioniert wurde.
Zu der Wohnung gehören noch zwei Dachterrassen, die uns über Stadtgebiet und angrenzte Parks blicken lassen. Auch ein Blick auf unseren Pool und die Tennisplätze, die wir selbstverständlich auch nutzen dürfen, ist von hier aus zu erhaschen. Im Clubhouse am Pool befindet sich dann auch Dampfbad, Bowlingbahn und Fitnessraum.
An dieser Stelle ein kurzes Zwischenfazit: Es lässt sich in Singapur für relativ wenig Geld leben wie Gott in Frankreich. Es mag sicherlich dekadent und ziemlich vermessen wirken. Und so fühlt es sich auch der Zeit sicherlich an. Doch muss man sich einfach daran gewöhnen, dass das Hausen in Singapur ein anderes ist als in Deutschland oder gar ganz Europa.
Tja und so wundert es nicht, dass unser mein Alltag im Moment, wo die Vorlesungen noch nicht begonnen haben, recht entspannt ist. Nehmen wir den bisherigen heutigen Tag als Beispiel. Um 9.30 Uhr bin ich aufgestanden und habe kurz gefrühstückt. Natürlich viel frisches Obst, denn dies ist hier sehr günstig. Anschließend, habe ich eine Stunde Sport im Fitnessstudio gemacht und bin dann so gegen 11 Uhr für eine Stunde schwimmen gegangen.
Tja, dann sind wir zusammen in die nächste Mall gefahren zum Einkaufen. Diesmal jedoch Lebensmittel! Unsere Befürchtungen hatten sich schnell in Luft aufgelöst, denn hier scheint es eine noch größere Auswahl als in Deutschland zu geben und einheimische Kost ist zu bekommen.
Liebe Mutter, ich werde also nicht verhungern!!!
Samstag, 27. Oktober 2007
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