Schauder, Schrecken und Grusel – gestern war Halloween, was in Deutschland dann Reformationstag heisst. Na ja, die beiden Feiertage haben wohl schon einen anderen Ursprung. Hierzulande bzw. in Chapel Hill geht es darum eine riesen Party zu feiern. Aber stopp! Spulen wir erstmal ein wenig zurueck.
Das Geisterfest kommen sehend, bin ich schon Anfang der Woche mit meiner Mitbewohnerin zu einem Kostuemladen gefahren und habe mich nach einer Verkleidung umgeguckt. Mir stach sofort ein Straussreiter in Auge. Bitte was? Das Kostuem muss man sich wie eine aufblasbare Hose vorstellen aus der dann ein Strauss wird, was dann so aussieht als wuerde man darauf reiten. Zu Hause ausprobiert, musste ich dann aber feststellen, dass das Kostuem zwar lustig, aber hoechst unpraktisch war, denn es bedarf staendiger Luftbepumpung (ist das ein Wort?), was ueber einen batteriebetriebenen Ventilator funktionieren sollte. Da die Batterien sicherlich nach einer halben Stunden leer sein wuerden, entschloss ich mich dann das Kostuem zu tauschen. Letztlich war ich dann ganz langweilig ein Doktor.
Und so ging es dann am Freitag mit meinen neuen Mitbewohnern und Tim auf Richtung Franklin Street, was hier quasi das Herzen der Stadt ist, wo sich auf ca. 400 Metern eine Bar an die naechste reiht. Auf der Franklin Street angekommen, waren in etwa 40.000 Menschen versammelt und wirklich kreativ verkleidet. An alle Koelner Karnevalisten sei an dieser Stelle gesagt, dass sie sich von den Amis in Sachen Kostuemierung noch etwas abschauen koennen. Eines der fuer mich besten Kostueme hatte mein Mitbewohner Todd, der sich einen Turban umband und aus meinem Osama/Biden Schild ein Osama bin Laden Wahlplakat machte. Ich war mir sicher, er wuerde Schwierigkeiten bekommen, aber selbst die Amis haben inzwischen einen sehr guten Humor gegenueber dem Terror entwickelt.
Interessant zu sehen war auch, dass auf die 40.000 Gaeste bestimmt 1.000 Polizisten kamen. In den Nachrichten hiess es dann aber, dass dieses Jahr weitaus weniger Polente im Einsatz war als noch letztes Jahr. 8)
Der Marsch meiner Gruppe ging dann aber weiter zu einer originalen Studentenparty, die sich ueber 4 aneinandergrenzenden Haeusern erstreckte. Entsprechend waren dann auch rund 300 Leute dort. Fuer Livemusik, Fassbier und Wein war gesorgt und die Gute Stimmung kam dann von allein - auch dank der Vielzahl kreativer Kostueme. Ich kam mir richtig schlecht vor mit meinem Doktorkostuem.
Als das Fassbier schliesslich geleert war ging es dann noch weiter in eine Kellerbar wo wir bis morgens gefeiert haben.
Hier ein paar Eindruecke:
Samstag, 1. November 2008
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1 Kommentar:
Oh wie süß - der Arzt und die Krankenschwester!!!
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